"Die Natur wird mich immer inspirieren und die unendliche Quelle meiner Kreativität sein"

CORINNA KLEINDORP


"Mein künstlerischer Weg ist geprägt von einer kontinuierlichen Verbindung zwischen beruflicher Erfahrung, autodidaktischer Auseinandersetzung und intensiver künstlerischer Praxis".


Nach der Schulzeit absolvierte ich zunächst eine medizinische Ausbildung, zu einem späteren Zeitpunkt ein abgeschlossenes Studium zur Dipl. Sozialpädagogin. Meine beruflichen Stationen führten mich für einige Jahre ins Ausland, nach Berlin, Hamburg und zuletzt in den Nordschwarzwald.

Die Malerei war dabei stets ein wesentlicher Bestandteil meines Lebens. Parallel zu meinen beruflichen Tätigkeiten entwickelte ich meine künstlerische Position kontinuierlich weiter. In Ergänzung zu meinen autodidaktischen und intensiven Studien absolvierte ich zahlreiche Kunstseminare an renommierten Kunstakademien. Seit 2008 bin ich mit meinen Arbeiten im Kunstgeschehen präsent. Meine Werke wurden bisher in Galerien und auf nationalen sowie internationalen Kunstmessen präsentiert, wie z. B. in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Frankreich, Italien, Spanien, Luxemburg, China und den USA. Seit Ende 2016 arbeite ich als freie Künstlerin in meinem eigenen Atelier.


Statement


"Die Schönheit der Natur mit ihrer Vielfalt und Einzigartigkeit, insbesondere aber mit ihrer Verletzlichkeit, steht im Mittelpunkt meines künstlerischen Schaffens. Eine Schönheit, die vergänglich ist, aber durch ihren ureigenen Kreislauf immer wieder neu entsteht. Nichts schien bisher wirklich verloren gegangen zu sein. Doch die Gesetze der Natur verändern sich gerade in einer fühlbar rasenden Geschwindigkeit. Lebensräume und Landschaften, die für uns immer selbstverständlich erschienen, verschwinden. Der Lebensraum Wasser und das Eis, in meinen Werken als immer wiederkehrende Motive, stehen für mich als Sinnbilder dafür. Und die Farbe BLAU in ihren unerschöpflichen Nuancen bildet dabei den zentralen Ausgangspunkt meiner Arbeiten. Mit dieser Farbe assoziieren wir sofort unseren Planeten- die Erde, wir bekommen im gleichen Atemzug die Verbindung zu dem wohl wichtigsten Element- dem Wasser und es löst in uns eine Sehnsucht aus, eine Sehnsucht nach Ruhe und Stabilität, nach Weite und Freiheit".

Mein Anliegen ist es, diese Natur nicht nur in ihrer ästhetischen Kraft wahrzunehmen, sondern vielmehr den Blick für ihre Kostbarkeit und Schutzbedürftigkeit zu schärfen. "


Malerei

Die künstlerische Arbeit von Corinna Kleindorp ist eng mit ihren Reisen, die sie bisher nach Nord,- Mittel- und Südamerika, Afrika, Europa, Australien, Neuseeland, Asien und der Arktis führten, verbunden. Innere Momentaufnahmen, Erlebnisse und intensive Eindrücke verarbeitet die Künstlerin in einem intuitiven Malprozess - überwiegend mit Acrylfarben sowie Pigmenttusche. Die Natur interpretiert sie dabei auf ihre ganz eigene Art.

Ihre Landschaften bewegen sich zwischen konkreter Naturwahrnehmung und abstrakter Bildsprache. Wasser, Eis und ihre vielfältigen Strukturen werden dabei nicht allein als Motive verstanden, sondern als eigenständige Formen von Bewegung, Licht, Tiefe und Transformation.

Ihre abstrakten Arbeiten entstehen aus einem Zusammenspiel von Formen, Strukturen und organisch anmutenden Gebilden, die sich zu komplexen Bildräumen verdichten. Einzelne Fragmente fügen sich zu rhythmischen Konstellationen, die bisweilen an Muster, mikroskopische Strukturen oder Erscheinungsformen der Natur erinnern.

Die Farbe Blau wird in ihren Werken dabei zum verbindenden Element. Sie reduziert die Natur auf ihre essenziellen Stimmungen und lenkt den Blick weg von der äußeren Farbigkeit hin zu ihrer Atmosphäre, Tiefe und Verletzlichkeit. Das Blau wird zum Symbol für Wasser, Luft, Eis und Unendlichkeit- zugleich aber auch für die Zerbrechlichkeit unseres Lebensraums.


Fotografie

Mit Ihrer zweiten Leidenschaft der Fotografie nutzt Corinna Kleindorp eine weitere Möglichkeit, ihre Thematik zum Ausdruck zu bringen. Vor allem die Begegnung mit Wasser, Eis, Pflanzen und organischen Strukturen fasziniert sie. Sie beobachtet, fotografiert und sammelt Eindrücke, die später nicht nur in ihre Malerei mit einfließen, sondern auch die Grundlage für ihre digitalen Kompositionen bilden.


Digitalart

In den Digitalkompositionen treten Malerei und Fotografie in einen Dialog, in dem sich unterschiedliche Formen der Wahrnehmung und Wirklichkeit überlagern. Eigene fotografische Aufnahmen von Wasser, Eis und Naturfragmenten verbindet die Künstlerin mit ihren gemalten Werken und transformiert sie digital zu neuen, offenen Bildräumen. Dabei geht es nicht um die Abbildung einer vorgefundenen Wirklichkeit, sondern um deren Auflösung, Verschiebung und poetische Neuinterpretation. Zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion entstehen fragile Bildwelten, in denen Natur zugleich als ästhetischer Raum und als verletzlicher Lebensraum erfahrbar wird.